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<Tafel. Kurzes Gespräch (unverständlich), Testbild, Papiertafel im Bild> INT: Das Interview heute ist mit Herrn Georg Almasi. Mein Name ist Uri Strauss und wir haben heute 10. August 1997, in Zürich, Schweiz. <Kamera zieht auf, beide im Bild>


Segment [1]
Zur Person
Zum Interview
Georg Almasi
* 04.10.1916 in Österreich-Ungarn - Sátoraljaújhely
Jüdische Überlebende
Lager und Ghettos
Flossenbürg (Deutschland)
Leitmeritz (Polen)
interviewt am 10.08.1997 in Zürich - Schweiz
Sprache Deutsch
Länge 01:57:56
Interviewer(in) Uri Strauss
Kamera Walter Hofer
Transkription Marija Vulesica
Code 33399
<Tafel. Kurzes Gespräch (unverständlich), Testbild, Papiertafel im Bild> INT: Das Interview heute ist mit Herrn Georg Almasi. Mein Name ist Uri Strauss und wir haben heute 10. August 1997, in Zürich, Schweiz. <Kamera zieht auf, beide im Bild>
INT: Wie heißen Sie? GA: <spricht mit einem starken ungarischen Akzent> Georg Almasi. INT: Tun´S bitte buchstabieren. GA: G- (5) // INT: E /// E- O- R- G- E A- L- M- A- S- I INT: Und wann sind Sie geboren? GA: 4. Oktober <Ungarisch, 4. Sek., nicht transkribiert> INT: 4. Oktober, wann? GA: In Sátor-, äh, Sátoraljaújhely. INT: 19? GA: 1916,
Sátoraljaújhely. INT: Und wo ist das? GA: Das ist in Ungar-, Nordungarn. INT: Gut. Herr Almasi, f-, erzählen Sie mal etwas über Ihre_, wie Ihre Kindheit war. GA: Ja, ich geboren in Sátoraljaújhely, das war die einzige Gemeinde in Ungarn, wo die, äh, (---) Einwohnerzahl von den jüdische Glauben war mehr als die christlichen. Das Total war sechzehntausend Leute und davon zwölftausend war Jude. Und meine (--) Vater in diese Zeit war in die Krieg, in die Erste Weltkrieg, und ich habe meine Großeltern mit meine Mutter gewohnt. Meine Großeltern hatten Hotel und
Restaurant in die Ortschaft und dort habe ich die erste jüdische Erziehung erhalten. Weil meine Großeltern war ziemlich religiös und Jahre 1921 kommt meine Vater zurück von den Krieg. (Er) war verletzt, war in die Kriegsspital, in Lazarett. Und nachher er musste nach Budapest kommen, ein Stelle zu suchen. (4) Und dann 22 [1922], 1922 kommt zurück. Fast ein Jahre lange gedauert, bis er ein entsprechende Stelle gefunden und ein Wohnung, weil das sehr wichtig gewesen. (---) Und nachher die
ganze Familie_, also mein älterer Bruder, ich und mein Mutter zusammen mit meine Vater nach Budapest gezügen (gezogen). Das war Jahre 1922. INT: So die ersten paar Jahren waren Sie nur mit Ihrer Mutter bei Ihre Großeltern? GA: Ja, erste paar Jahren war mit meine Großeltern zusammen und meine Mutter und meine älterer Bruder. Mein älterer Bruder war sechs Jahre alter, älter || // INT: Älter /// als ||| ich. INT: Und gingen || Sie dort_? GA: Und, und nachher, ||| nachher in Budapest (-) haben wir ein Wohnung gefunden. Und dort habe ich auch in die jüdische, äh, Schule, Elementarschule, habe ich eingeschrieben wurde und dort (-) gelebt. Und Jahre 1927 hat meine Vater gestorben und,
und dann ma-, also in diese Zeit haben wir noch ein Bruder bekommen, ein jüngere Bruder. Es war neun Jahre jünger als ich und so waren wir mit drei Sohn und die Mutter allein geblieben. INT: Was hat Ihr Vater gearbeitet? GA: Bitte? INT: Was hat Ihr Vater gearbeitet? GA: Meine Vater war die staatliche Elektrizitätwerk (Elektrizitätswerk) als (--) Angestellte. INT: Und wurde im Krieg verletzt, im Ersten Weltkrieg? GA: In die Erste Weltkrieg war sehr sch-, stark verletzt, so damit wurde als sechzigprozentige, äh, Kriegversehr (Kriegsversehrter) deklariert. Und dadurch könnte (konnte) er_. Damals war die Antisemitismus in Ungarn nicht so (-) stark, praktisch noch nicht spürbar. Und so damit meine Vater wurde nicht benachteiligt und könnte (konnte) ein staatliche
Stelle kriegen. INT: So sind Sie mit fünf Jahren nach Budapest gezogen? GA: Ja. INT: Dann haben Sie keine große, äh_? GA: Keine große Umstellung. Also Umstellung ist ziemlich groß gewesen, weil ich habe viele Kontakt verloren als Kinderkontakte mit Kinderfreude (Kinderfreunde) und_. Aber in Un-, in Budapest haben wir noch mehr Verwandte, (--) Schwester und Bruder von meine Vater. Und mit diese Kinder, also s-, gleichaltrige Kinder könnte ich mich einleben. INT: Haben Sie noch irgendwelche Erinnerungen an dem Dorf, wo Sie geboren sind? GA: Ja, habe ich sehr große Erinnerungen. Ich erinnere, dass, (---) das war ein Berglandlandschaft, und der Re-, Rehberg (nach Gehör). Das ist ein_. Gehört in die ungarische Rehberggebiete und
wie ich Ihnen gesagt habe, dass vorwiegend Juden war. Und unsere ganze Freundekreis (Freundeskreis) und dortige Verwandtschaft, weil meine Mutter war ein einzige Kind (Einzelkind) und hat nur Cousine. Und dort haben wir ziemlich viel Verwandte von meine Großeltern Seite. Und nachher dort habe ich in die (---) _. || // INT: Elemen-, Ele-_. /// Cheder, Cheder (hebräisch: jüdische religiöse Schule) ||| besucht und_. (---) Und dort war für mich interessant, dass (-) die ganze Judentum war (in) drei große Gruppe geteilt. Eine große Gruppe war die Chassiden, wer ist alles mit Schtreimel (Name einer Kopfbedeckung) und, äh, // INT: Bekesche (jiddisch: Kaftan). /// weißer Strümpfe und
Seidenkaftan (-) gelebt. Mit diese haben wir sehr wenig Kontakt, weil meine Großeltern, die_. Hier heißt es Orthodoxe, // INT: Ja. /// aber das war ziemlich moderne Art von den Orthodoxe. Und die dritte war die Neologe, also, (--) welches auch alles koschere, äh, Le-, Leben geführt, aber überhaupt äußerlich nicht als Jude gesehen, ausgesehen nicht. (---) Und haben wir ein schöne Haus. Haben wir ein kleine Rehberg und das war Grunde genommen für ein Kinder ein sehr, äh, lebhaft und || schön // INT: Schön. /// ||| und angenehmer Er-, Erinnerung.
INT: Und die B-, und die Kontakt mit die Bevölkerung, wie war die? GA: Ja, das war sehr getrennt, also sehr selten kommt zusammen. (Zum) Beispiel die (-) jüdische Familie mit den christliche Familie, das war also eine Art ein unsichtbare Trennung. Nur durch verschiedene Geschäfte und durch verschiedene Arbeiten, wenn es nicht gehört in die jüdische, äh, Beruf, haben wir Kontakt gehabt. (--) Und eben meine Großvater hat ein so große, äh, Grundstück und die Grundstücken war vier, äh, Einfamilienhaus und das wurde vermietet. Also die eine es war meine Großvater, das war die größte. Und dort war auch ein Schreiner, auch eine Jude. Und
eine Näherinfamilie, das auch jüdisch, und eine Fuhrwerker, auch Jude. Also alle, (--) alle f-, äh, drei vermietete Wohnung hat auch Juden gelebt mit ihre Kinder und ihre Gewohnheiten und haben wir zusammen auch etwas zu-, äh, unternommen. (Zum) Beispiel bei Sükkes (jiddisch für Sukkot, Laubhüttenfest) haben wir ein, ein Sükke (jiddisch für Sukka, Laubhütte) gebaut und dort haben wir gefeiert. Das ist auch so Erinnerung, äh, weil es, äh, ewig geb-, geblieben. INT: Und gab´s auch ein kulturelles Leben? GA: Die kulturelles Leben_, also ich als vier-, fünfjähriger, sechsjähriger nicht viel_. Kulturelles Leben in die kleine Stadt war immer so Wandertheater, wer es geht von einem, äh,
Städtchen von den andere. Das kommt jeden Sommer für ein Monat oder anderthalb Monate Wander-, also Gästespiel gemacht. Und, äh, wenn die Theater ist weiter gegangen, dann, dann diese, äh, Theatergebäude wurde als Kino benutzen. Und andere kul-, also Kulturleben nicht viel. Es hat eine Gymnasium. Hat ein, ein Handelschule (Handelsschule), äh, und das ist noch eine sehr große, äh, (-) äh, Berühmtheit hat, diese Sátoraljaújhely. Kossuth Lajos [Lajos Kossuth de Kossuth et Udvard], das war die große Nationalheld von neunzehnhundertachtundvier-, 19-, äh,
1848, die Freiheitskrieg. Ungarn wollte (sich) von den Österreichern abtrennen und Kossuth Lajos (-) war die Führer auf diese (-) Kämpf (Kampf), diese ganze Organisation. Und er hat in Sátoraljaújhely auch in die Gymnasium gegangen und dort maturiert. Und das hatte ein gewissene (gewisse), äh, Berühmtheit gegeben für diese Dorf. Und außerdem acht Kilometer weiter war die andere große berühmte Ungar, die Ráckózi. Das auch ein großer Freiheitkämpfer (Freiheitskämpfer) war für die ungarische Art Revolution, ungarische Aufstand gegen die Habsburger. Aber er war ein, ein_, Ráckózi war ein Heerführer und
Kossuth war ein Intellektuelle. INT: Und wie war das jüdische Leben bei Ihnen zu Hause? GA: Bitte? INT: Das jüdische Leben bei Ihnen zu Hause? GA: Die jüdische Leben, das war (---) so gewohn-, gewöhnte Leben, dass keine, äh, speziale Sache aufgefallen. Wir haben die alle jüdische Gefeste (Feste) gehalten, die ganz koscher Küche ge-, wurde so streng koscher Küche geführt und war sehr streng getrennt in die, äh, äh, (-) Osterfeier, nicht wahr. (-) Die Pessach (-) und haben wir mit, (4) mit alle Strengheit (Strenge) behalten. Die ganze Haus wurde von Estrich bis
Boden (-) gereinigt, geputzt. Also sehr viele solche Erinnerungen. Jeden, (-) praktisch jeden Tag, müssen wir in die (--) Sch-, Schule (Synagoge) gegangen, mit meine Großvater Morgen und Abend. Und natürlich Freitag Abend war ein spezial schöner Tag. Erstens, alle Welt ist in die Hof gelebt, hat angefangen reinigen, putzen, mit die eini-, eigene Sache und die Hof wurde gereinigt und dann kommt die (--) Stille. Und die Männer hat in die Schul- (jiddisch: Synagoge) gegangen und nachher, wenn wir nach Hause gekommen, war die Freitag Feste, Kiddusch (hebräisch: Heiligung, Segen) und so weiter. INT: Und als Sie nach Budapest kamen?
GA: Wo wir Budapest sind, das hat ein wenig, äh, (4) zurück // INT: Geendet. /// gegangen, // INT: Ja. /// diese strenge jüdische_. (4) Haushalt war auch koscher, aber nicht mehr so koscher wie zu Hause, also, wie meine Eltern-, Großelternhaus. Und (--) weil die ganze Möglichkeit in Budapest_. Wir, wir haben nicht gewohnt in die jüdische Viertel. Wir haben dort_, (--) sehr verbreitet war die christliche Leute und nur ein kleine, ganz kleine Teil in Budapest war, wo kann man wohl sagen, wie ein unsichtbare Ghetto.
Und wir haben nicht dort gelebt, wir haben dort gelebt, wo vorwiegend (-) christliche Leute gelebt hat. Aber trotzdem die Freitag und die S- wurde eingehalten. Die Sa-, Samstag könnte man nicht, meine Vater musste arbeiten gehen. Das die Stadt hat nicht erlaubt, also wegen die Religion, die jüdischen Religion_. Und nachher wo ich in die Gymnasium gegangen, dort war es absolut, äh, fast getrennt die jü-, jüdische, äh, Schüler und die christliche Schüler. Das war in jeden Klasse-_, wurde drei, äh, Schulräum-, -räume, a, b und c. Und die a war nur katholisch, die b war
jüdisch und reformiert (-) und die c war vorwiegend Juden. (---) Aber das war in jeden, äh, Schule, ausgenommen die jüdische. Es war ein jüdische Gymnasium für Mädchen und für Junge, <Kirchenglocken> aber dort könnte ich nicht gehen, weil das war sehr weit entfernt von unsere Wohnviertel. INT: Und haben, haben Sie in der Schule irgendwie rassistische oder antisemitische Bemerkungen || oder Dinge gemerkt? GA: Ja, Bemerkungen ||| könnte man ho-, äh, hören, aber das in diese Zeit_. Es war schon, sagen_, wie kann man wohl sagen, bis 34 [1934], 35 [1935] war nicht so (-) streng, aber hat schon angefangen, hat schon angefangen. (Zum) Beispiel in die Hochschule war (-) viele Bemerkungen und sogar
wurde Schlägerei zwischen die (-) jüdische Schüler und (-) christliche Studenten, äh_. Und eben darum (zum) Beispiel die wohlhabende Juden hat ihre Söhne nach, vorwiegend nach Italien geschickt in die Universität oder die Technische Hochschule. // INT: Nach Italien? /// Bitte? // INT: Nach Italien? /// Nach Italien. // INT: Wieso? /// Ja, weil dort (zum) Beispiel wurde ohne große Nachfrage könnte imman-, immatrikulieren und war keine Problem. Und in Ungarn, als diese Zeiten, also von 33 [1933], 34 [1934], waren Numerus clausus in die Hochschule. Numerus clausus das geheißt (hieß), bei bestimmte Fakultatät (Fakultät) wurde sechs
oder acht oder zehn Prozent Juden könnten nur immatrikulieren. Und die Voraussetzung waren ausgezeichnete Schu-, äh, Schulzeugnis, also Maturazeugnis und außerdem gute Beziehungen. INT: Sie haben Bar Mizwa gefeiert wo? GA: Bitte? INT: Bar Mizwa haben Sie in || Budapest_? GA: Ja, das habe ich in ||| Sátoraljaújhely gemacht, mit meine Großeltern, weil damals war, äh, äh, (-) meine Vater nicht mehr gelebt und, äh, das wurde erlaubt mit zwölf und halb Jahre, Bar Mizwa zu machen. Es war ein Sitten, ich weiß nicht, ob das hat ein, ein religiöse Grundlage oder dass es nur gesagt wurde, // INT: Ja. /// aber wo ich in Sommerferien, also in Oktober geboren und in Sommerferien war ich in Sátoraljaújhely und dort wurde ich Bar Mizwa. INT: Und wie waren die f-, die
finanzielle Verhältnisse, nachdem Ihr Vater gestorben ist? GA: Ja, also wir könnten leben. Ich habe noch ein_, also meine Mutter hat noch ein kleine Pension gekriegt von der Stadt. Und nachher meine Mutter hat, äh, mit Teppich gehandelt. Hat ein kleine Teppichgeschäft und hat gelernt, die Teppich zum Reparieren, pers-, nur persian (Perserteppiche) Teppich, erstklassige. Und außerdem habe ich ein Onkel in Amerika und es war ziemlich ein sehr wohlhabende und ein sehr große, angesehene Mann geworden. Er war die Präsident für die Canadian Pacific (-) und er hat uns unterstützt. Hat im monatlich Apanage gegeben. INT: So hatten Sie in diese Beziehung kein Probleme, || // GA: Also, _. /// auch ||| ohne Vater? GA: Also, finanziell haben wir keine solche Sache,
was als Problem bezeichnen könnte. INT: Wo waren die Probleme dann? GA: Die Probleme war dort, dass wir waren drei Junge und Mutter. Und die Mutter musste noch arbeiten und wir waren drei mit große, äh, Unterschied Jahr, also Altersunterschied. Meine ältere Bruder war sechs Jahre älter als ich und meine jüngere Bruder war neun Jahre jünger als ich. Und so damit ich war zu Hause die sogenannte, äh, (-) Diener. <Interviewer lacht leise> Ich musste bedienen meine kleinere Junge und ich musste auch helfen für meine Mutter bei den Einkaufen und (--) bei Wintertagen die hüten und meine jüngere Bruder in die, äh, Kindergarten zu bringen, weil
meine ältere Bruder hat gearbeitet auch. INT: Haben Sie noch, noch andere Interessen gehabt? GA: Bitte? INT: Haben Sie noch andere Interessen gehabt? Haben Sie einem Klub angehört oder Sport || getrieben oder_? GA: Ja, in Sportklub. ||| Also, ich habe von meine vierzehnte Lebensjahr, habe ich sehr stark als Jugendsport geübt, in Ungar-, äh, in Ungarn. Also in Budapest waren jüdische Sportklub, die VAC, Vac (Vívó és Atlétikai Club, dt: Fecht-und Athletikverein) das hat geheißen. Und dort habe ich (--) Turnen und später habe ich auf Rudersport gemacht. So lange bis überhaupt diese Klub existieren dürfte. INT: Und wie lang war das? GA: Das bis acht-, neunundacht-, 39 [1939], 1939. Dann wurde je-, jegliche, äh, jüdische Sportart verboten.
INT: Und was haben Sie studiert an die || Universität? GA: Ich habe angefangen ||| die Gymnasium studieren, sechs Jahre. Und nachher habe ich gesehen, dass geht nicht, weil ich könnte ganz bestimmt nicht in die Hochschule gehen. Ich habe aufgehört und ich habe eine (--) nichtjüdische, nicht ein typisch jüdische Beruf ausgewählt. Ich war_, ich habe gelernt als Werkzeugmacher. (--) Und ich habe das fertig gemacht. Ich habe die, äh, Prüfung (--) auch (-) gut bestanden, aber könnte ich ein paar Jahre arbeiten in diese Beruf. Und nachher wurde ich einberufen in Militärdienst. Dort habe ich zehn Monate Militärdienst geleistet und nachher waren schon Jahre
1940. Dann (--) wurde auch von die jü-, alle jüdisch oder halbjüdisch oder Nichtariern von, von den Militär ausgestoßen und wurde in Arbeitsdienst_. Das war auch ein organisierte Truppe wie in Deutschland die Todt, aber (-) wir gearbeitet unter, äh, militärischer Aufsicht. Jedes so Bataillon_. Wir waren zweihundertzwanzig, ein Bataillon, ein Arbeitsbataillon, und dazu gehört etwa zehn oder zwö-, zwölf (--) Soldaten, wer es (die) auf uns aufgepasst (haben). Und wir haben kein Uniform, wir haben nur ein gelbe Streife, in Armst-, in Armband, ein ge-, ein gelbe Armband.
Und das haben wir zwei Jahre gemacht. Und (--) in Jahre 1943 (-) wurden wir (-) entlassen und rats-, also etwa zwei Monat später, es war schon Dezember, 43 [1943] Dezember, dreiundvierzig, dreiundvierzig_. (---) 15. Dezember mussten wir wieder einrücken, in die Arbeitsdivision. Und (am) 4. Januar hat uns nach Ukraina [Ukraine] geschickt, also (--) transportiert. Und dort haben wir sehr schwere Arbeit geleistet. INT: Äh, wann haben Sie Matura fertig gemacht? GA: Bitte? INT: Wann haben Sie die Matura fertig gemacht, das || Gymnasium? GA: Matur-? ||| Also, die Matura, habe ich und die, auch die Hochschule
habe ich auch fertig gemacht, Jahre neunzehnhundertfünf-, 45 [1945] August habe ich angefangen. Ich ha-_. // INT: 45 oder 35? /// Fünfundvierzig. 45 [1945] habe ich die Matura gemacht. // INT: Nach dem Krieg? /// Nach dem Krieg. // INT: Ah, Sie haben Gymnasium nicht fertig gemacht? /// Nein. Ich habe nach dem Krieg die Matura gemacht. Es war von den kommunistische Regierung ein (-) Geste, kann man wohl sagen, wir dürften, äh, die Matura_, also, mit eine, (---) äh, relativ kleine Erleichterung_. Wir haben nur, nur ein bestimmte Fächer müssten wir unsere Prüfung gemacht. (--) // INT: Moment, Sie sind ja_? /// Ja. (---) // INT: Wann
sind, haben Sie die Schule verlassen? /// Und nachher habe ich zweieinhalb Jahre die Matura gemacht. // INT: Wann haben Sie die Schule in, in Budapest verlassen? /// Budapest verlassen? // INT: Die, die Schule in Budapest, vor´m Krieg? /// Eine_, in die alte Zeiten? // INT: Ja. /// Von die sechste Gymnasium. (--) // INT: Das ein Jahr vor der Prüfung, || od-,? /// Nein, ||| bei uns war acht Jahre die Gymnasium. (--) // INT: Ach so. /// Also, ich_, wir_. Die Eleman-, Elementarschule war vier Jahr und die Gymnasium oder (-) höhere Schule war acht Jahr. Nicht wie in Schweiz, in Schweiz sind sechs Jahr. Aber die Elementarschule geht vier Elementarschule und zwei Sekundarschule und nachher (-) könnte man in Gymnasium gehen und das ist sechs Jahr. INT: Aber dann wären Sie doch theoretisch in 1936
schon fertig gewesen? GA: Bitte? INT: Dann wären Sie schon in || 1936_? GA: Sechsund-, ||| 36 [1936] waren ungefähr fertig, ja. Und 39 [1939], ah, zweieinhalb Jahr war das_, also nicht ganz 39 [1939] war mit meine Beruf auch fertig. Ich habe noch die_. // INT: Aber dann haben Sie doch die Matura doch gemacht, || in, in Budapest? /// Ja, nachher ||| gemacht, in Budapest, die Matura gemacht. // INT: Ja, vor´m Krieg noch? /// Bitte? // INT: Vor dem Krieg? /// Vor dem Krieg. // INT: Ja. /// Vor dem Krieg. (-) Die Matura habe ich nicht vor, vor dem Krieg_. Aber dann diese Zeit war schon die Judengesetz. // INT: Ja. /// Wissen Sie? <Kirchenglocken> Aber ich könnte die Matura machen, (-) weil waren jüdische Gymnasium. (--) Und ich habe diese Gymnasium, was ich vorher besucht habe, ausget-, also, hinaus geworfen und ich habe die
jüdische Gymnasium, habe ich in die das zwei Jahre || nachgeholt. // INT: Die zwei Jahre ||| fertig gemacht? /// Nachgeholt. Und wo ich zurückgekommen von dem Krieg, also von dem Konzentrationslager, in fünfund-, (-) 45 [1945] glaube, // INT: Fünf-_. /// 45 [1945] August, dann habe ich in die_. Dann war keine Problem mit die Universität gehen, aber, ein kleiner Problem doch hat. Ich könnte nur (-) als technische Beruf, also als Ingenieur_. Wie hier die ETH, die Eidgenösch-, Te-, Eidgenössische Technische Hochschule, dort war die Budapesti Müszaki Egyetem, hat das geheißen. Dort habe ich zwei Jahre als normal Student gemacht und nachher habe ich (-) Abendschule besucht, das (-) könnte (konnte ich) machen
und tagesüber (tagsüber) gearbeitet und Nachmittag von vier Uhr bis acht Uhr (-) Abend habe ich jeden Tag in die (-) Hochschule besucht. INT: Und das war schon nach dem Krieg? GA: Bitte? INT: Das war schon || nach dem Krieg, ja? GA: Nach dem Krieg. ||| INT: Aber die Hauptschulung haben Sie vor´m Krieg gemacht? GA: Die Haup-, also die_. // INT: Die, die, die || Gymnasium mit Matura /// Gymnasium, ||| Gymnasium und, und_. // INT: Und dann? /// Und dann, dann kommt die normale Leben, weil, in, || in_. // INT: Nein, Moment. ||| In und dann nach die Schule in 39 [1939] oder 38 [1938]? /// Ja, dann musste ich einrücken. // INT: Als Jude mussten Sie einrücken? /// Ja, einrücken müssen wir, aber nur, äh, zehn Monate. Zehn Monate später kommt ein neues Gesetz, und diese Gesetz hat gehießen (geheißen), keine jüdische (-) Soldat (-) mehr in die, (--) in ungarische Armee. Und dann wurden wir_, (-)
also, wir dürfen_. Wir werden nicht entlassen, sondern, (-) äh, (---) ein an-, also in diese sogenannte, äh_. // INT: Arbeitsdienst. /// Arbeitsdienst. <Interviewer räuspert sich> INT: Wie war die Stimmung (--) in Budapest von 1935 bis 40 [1940]? GA: 1935? // INT: Bis 40 [1940]. /// Das, das war schon spürbar, die antisem-, die verstärkte Antisemitismus, weil in 35 [1935] hat die, äh, äh, Pfei-, Pf-, -Partei, Pfeil-, Pfeilkreuz-, // INT: Pfeilkreuzler, ja. /// Pfeilkreuzerpartei [Pfeilkreuzlerpartei] gegründet wurde, und (-) das hat schon sehr große Echo gefunden. INT: Das war eine fas-, die
faschistische Partei? GA: Ja, das war genau wie die Hitlerpartei, das gehört in die Hitler, äh, Ide-, Ideal und, und Ideologie. Das war sehr sch-, sehr viele Deutsche in Ungarn diese Zeiten, also (--) nicht als, als pol-, politische Provokator (Provokateur) gezeichnet, sondern (-) als verschiedene Pos-, Positionen, also Scheinpositionen die_. Aber die Auftrag und die Aufgabe war, dass unterstützen diese Pfeilorganisa-, Pfeilkreuzerorganisation [Pfeilkreuzlerorganisation]. <Ende Tape 1>
<Tafel, Testbild, kurzes Gespräch (unverständlich)> INT: Georg Almasi, 10.8.1997, Zürich, Band Numero 2. Die Pfeilkreuzler wurden gegründet in 1935, od-? GA: Fünfund-, (-) 35 [1935] // INT: Ja. /// hat gegründet und_. Also, ich, ich weiß nicht ganz genau, ob fünfundse-, äh
35 [1935] gegründet wurde, // INT: Ja. /// nur ich weiß von 35 [1935] hat schon (-) gezeigt die Krallen, diese Organisation. (Zum) Beispiel. Damals haben wir sehr viele so jüdische, (-) äh, Gestalten (Veranstaltungen) gemacht, wissen Sie so (-) Tanzabend oder, oder Vortrage (Vorträge) gehalten vorwiegend von, äh, Israel. Damals hat angefangen die Zionismus sehr stark (-) zu sein. Und es war einige zionische [zionistische] Organisation. Und diese zionische [zionistische] Organisation und die jüdische_. Äh, äh, (zum) Beispiel, bei den größ-, grö-, größere Kirchen waren so Art Kultursaal. Und dort haben wir (-) so entweder Vortrage geha-, wurde
Leute, wenn es kommt, Vortrage gehalten. Und andererseits haben wir so (--) Abend gemacht, wo man wird getanzt und gesungen. Und eine oder andere junge, junge, jüngere Leute aufgetreten als Sänger oder Musiker, also eine Art Kulturabend, (--) mit gebunden Vergnüge-, Vergnügung. Und dort schon hat angefangen. Das kommt zehn oder fünf oder fünfzehn solche jüngere, (-) äh, Pfeilkreuzer [Pfeilkreuzler], nicht in Uniform, und hatte sehr sch-, stark, äh, (--) Krawall gemacht. INT: Und konnte sich die, die jüdische Jugend nicht wehren? GA: Doch, doch. Wir haben gewehrt und wo haben wir gesehen, das ist ständig kommt vor,
nachher haben wir ein kleine Gruppe gebildet, mit etwa zehn, zwanzig kräftige Mann. <lacht> (Ich) war auch, auch dabei und haben wir, äh, vor den Eingang gestanden und haben wir sofort gesehen, was für eine Leute und nachher kommt in Handgemenge. INT: Und_? GA: Aber, aber, äh, diese Organisation_, was wir das gemacht haben als Selbstverteidigung, das gute, äh, Resultat (-) erzielt (-) und langsam wurde abgewöhnt. Aber nach 38 [1938], Anfang 39 [1939], das war alles (-) beendet. Das war_, weil jeden, für jeden solche Zusammenkunft musste man ein polizeiliche Erlaubnis erhalten.
Und nachher wurden (sie) nicht mehr gekriegt. INT: War die antijüdische (-) Repressalien (-) // GA: Ja, es ist_. /// stärker in Budapest wie auf dem Lande? GA: (---) In die Lande war nicht so stark wie in, in Budapest selbst, weil in die Lande (-) die Leute und sowieso die mittelalte oder altere, ältere Generation hat sich gut gekannt, nicht wahr. Und Budapest praktisch war alles jedens (jedem) fremd. (--) Sagen wir, in Budapest war (-) mehr als ein Millionen Einwohner, nicht wahr, das (-) kann man nicht, äh, // INT: Hm. /// vergleichen mit ein kleinere Dorf oder ein kleinere Städtchen, wo war vierzigtausend oder zwanzigtausend Einwohner.
(-) Und durch diese langjährige Freundschaft zwischen die Eltern (den Älteren) hat nachher nicht mehr (--) erlaubt, die jüngere, äh, antisemitis-, äh, äh, antisemitistische [antisemitische] Organisation so große Krach machen. Das war noch_, später war nachher sehr schlimm. Sch-, später war schlimmer, wo Hitler ist Ungarn besetzt. Dann in die Dorf, also oder kleine Stadt war viel, viel stärker als in Budapest. In Budapest besteht noch die Möglichkeit, irgendwie, vorwiegend für die Frauen und die Mädchen, (-) irgendwie mit die schwedische, äh, Schutzbriefen und mit, mit irgendwie, äh, Papieren besorgen. Aber das in die kleinere Städtchen war nicht möglich, weil jeden
hat jeden gekannt. INT: Und ab 38 [1938]? GA: Nach 38 [1938] kommt die große Angstzeit. Jeden, wer ist, äh, wie ich, war schon 22 Jahre alt, haben wir Angst_, entweder die Militärdienst oder (-) irgendetwas_. Wir haben (--) viele Schwierigkeiten gekriegt. Wir_, wo_, sehr viele hatte mit, (--) mit illegal nach Israel geflüchtet. (---) Es kommt Schliachen (Shaliach, Gesandter der Jewish Agency for Israel) (-) von Israel, wer es hat ausgearbeitet ein bestimmte Weg und könnten zehn oder zwanzig oder fünf fliehen, nachdem hat ausschmuggeln nach_, (-) durch Italien, Griechenland und so weiter
nach Eretz Israel. (-) Und dort (unverständlich) gibt´s aufgenommen diese Leute, meistens. Das war (-) die große, äh_. (--) // INT: Alija. /// Äh, es war keine große Alija, aber das war die große Verdienst die (der) zionistische Bewegung. (---) Und_, (---) weil Zertifikaze (Zertifikate), legale Auswanderungspapiere, hat in Jahr bekommt Ungarn vielleicht von den englische Regierung, vielleicht sechs Stück oder sieben Stück, nicht mehr. (-) Und meistens hat diejenige hat es bekommen, wer es war schon verheiratet (-) oder hat sehr große Dienste geleistet in, in die Bewegung, in die zionistische Bewegung. (---)
Es war (-) kein Problem sechs Zertifikat verteilen. INT: Haben Sie probiert zu arbeiten in 1938? GA: Ja, ich habe gearbeitet als Schlosser, also ein Werkzeugmacher. INT: Bis? GA: Ja. INT: || Bis wann? GA: Das könn-_. ||| Bitte? INT: Wie lang? GA: Bis Jahre 1940. // INT: Ja. /// viere-, 1940, (-) Okto-, 1. Oktober. // INT: Un-_. /// Dann wurde ich in die Militärdienst einberufen. INT: Und wie waren die zehn Monate Militärdienst? GA: Zehn Monate war ich in die Militärdienst und nachher kommt ein Befehl von den // INT: Ja. /// Oberkeiten (Obrigkeit), also die_. (-) // INT: Aber dort haben Sie auch irgendwie Probleme || gehabt? Nein? /// Nein, nein. ||| Ich war in die, in die_. In (-) die Militärdienst haben wir (-) natürlich Problem gehaben (gehabt), weil wir waren immer beschimpft, Juden. Und wir, (---)
egal war für einen gute oder, äh, übergute Leute gewesen, könnte man keine Rang haben. (--) Also das wurde nicht mehr, äh, // INT: Befördert. /// befördert. Also ein Analphabet, ein Zigaj (nach Gehör), äh, Zigeuner, dann könnte (-) ein Sternchen bekommen (-) || und_. // INT: Aber ein ||| gebildeter Jude nicht? /// Die Juden, äh, könnte (konnten) gar nicht. Hatte nur die schlechteste Arbeit wurde zugeteilt. (-) In die WC-Reinigung und die Mannschaftszimmer-Reinigung und die Korridor auch waschen und so weiter. Uns und, und die normale, äh, militärische Ausbildung, das haben wir bekommen, genauso wie alle andere. Also Schießen oder, oder verschiedene_. Nur ein war, äh, die Spezialabteilungen, (-)
das nur die Infanterie war (-) Juden. (Zum) Beispiel motorisierte Abteilung oder Flugzeu-, in die Flug-, äh, (4) // INT: Ja. /// Flugzeugdienst, also (--) als Flieger // INT: (unverständlich) /// oder, oder (--) das war nicht. INT: Und dann, äh_? GA: Und dann wurden wir (--) absolviert. Die Zeit_, das war (--) fast zwei Jahre (und) einhalb Jahr, was verpflichtet war, Militärdienst machen. Das eben die letzte zehn Monaten, nicht ganz zehn, zehn Monaten haben wir auch in Ungarn selbst, in Ungarn Arbeitdienst [Arbeitsdienst] geleistet. Haben wir Flugplatz gebaut und, äh, die Bahn, (---) // INT: Planiert. /// Gelei-, Gleise repariert
und verschiedene große Lager, militärische Lager, haben wir in Ordnung gebracht. Und, (---) und haben wir Straßenbau (-) gemacht und so weiter. INT: Aber Sie wurden gut behandelt? GA: (-) Ja, also, (-) verhältnismäßig. // INT: Ja. /// Keine (-) große Übergreifung. (--) Also, das kann man nicht sagen, aber, äh, die (-) sch-, streng, strenge Dienstordnung musste man hundertprozentig einhalten. Und was wir sehr selten genossen, genießen, das war die Urlaub. Das haben wir auch_, (-) nur vielleicht ein Monat ein Mal (-) könnten wir (-) die Erlaubnis erhalten, nach Hause zu gehen, || ein Tag.
INT: Und Sie hatten ||| Kontakt mit Ihre Mutter und ihre || Brüder, oder_? GA: Ja, eben, ||| das haben wir. Also, nicht immer, weil wir nur ein (-) von dieser Zeiten (-) relativ wenig, etwa drei Monat waren wir in Budapest. Und nachher waren wir in die, äh, (---) ganz weit weg von Budapest verlegt, (--) nach Siebenbürgen beispielweise. Zurückgekehrt nach die Tschechoslowaka-, äh, tschechoslowakische, // INT: Grenze. /// äh, Gebiet, also weil es früher Ungarn gewesen. // INT: Ja. /// Und nachher, (--) nach 38 [1938] das zurückbekommen, also, durch die Hilfe_. Das war die, die, (--) äh, (--) große (-) Gnade von Hitler das unterstützt. Damals war sehr
stark (-) diese, äh, Hitlerverbindung. Also, (-) auch Mussolini ist auf diese (unverständlich) war die, die sogenannte || // INT: Axis, die Axis [Achse, Achsenmächte]. /// Drei-, ||| Dreiachse. // INT: Ja. /// Mussolini, also Hi-, äh, Italien, Ungarn und Deutschland. INT: Und danach? GA: Und danach, (-) wie gesagt, haben wir_. Wir haben nach Hause gegangen. Ich habe geheiratet, weil wir waren einundhalb, zwei Monate lang zu Hause. Ich bin geheiratet, aber nach, äh, Jahre neunzehnhundert-, (---) -dreiundvierzig wurde ich, äh, (-) wieder eingerufen. (-) Nicht icht (ich), also, alle (--) jün-, jüngere (--) Jude.
Sogar das war so, (-) es wurde ein Plakat überall in die ganze Budapest und die Dorfe und die Stadt_, große Plakat_. Und wurde (--) ein Datum, Jahre neunzehnhundertdreiund-, (---) drei, zwei, 1942. (-) 15. Dezember müssten wir (-) in ein bestimmte Militärkaserne einrücken. (--) Mit (-) dreitägige Nahrungsmittel und (-) bestimmte Wäsche // INT: Ja. /// und so weiter. So ein (-) kleine Ausrüstung. Und von dort wurde praktisch keine är-, ärztliche Untersuchung_. (-) Nachher zehn Tage spä-,
äh, 15. und nachher wurden wir (---) in verschiedene kleinere Städtchen verlegt bis 43 [1943]. (--) Januar 43 [1943] und, (5) und Januar, 14. Januar (-) 43 [1943] wurden wir einwaggoniert und nach die russische Front transportiert. Und dort haben wir wieder (-) ein Abteilung gebildet. Haben wir auch gearbeitet, verschiedene Waldarbeiten, äh, (-) diese (--) // INT: Straßenarbeit. /// Graben, // INT: Ja. /// Grab-, Graboan (Grabung) und die schlimmste war die Akna (ungarisch: Mine) (--) Feld untersuchen. Also so müssen so
zusammen klammern, // INT: Ja. /// zehn oder fünfzehn (-) Leute, und so durchgehen in ein Feld. Wenn ein Akna gewesen wäre, würde_. // INT: Ja. /// Und nachher, nach, (--) nach uns kommt die Militär. Wir waren die, äh, Versuchskaninchen. || // INT: Die, die_? /// So damit ||| hat nur in meine Abteilungen Minimum dreißig oder dreiunddreißig (-) ist gestorben. (-) Also, wissen Sie, das ist die schlimmste (-) Art (-) (zu) sterben. (-) Von den Aknen wurde zerfetzt. // INT: Minen? Die Minen? /// Minen. // INT: Minen, ja. /// Das ist heißt ungarisch Akna. // INT: Ja. /// Entschuldigung, || // INT: Minen, Minen, ja. /// das ist Minen. ||| Jetzt ist so_. Äh, ich habe eben gelesen, dass wird verboten. // INT: Tja. /// INT: Und wer hat die Minen gelegt? GA: Bitte?
INT: Waren das russische Minen, oder was? GA: Das war russische Minen, ja natürlich. Weil wir waren ausgeliefert für die deutsche Armee. // INT: Ach so, ja, ja. /// Weil die ungarische Armee schon in 42 [1942]_. 42 [1942] Dezember wurde die erste ungarische Armee, zweihundertzwanzigtausend Ungarn, fast vernichtet. Und dort auch (-) etwa zehn solche Arbeitsabteilungen, jüdische Arbeiter, wurde auch (-) total ausgerottet. Teilweise von den Ungaren, (von) die ungarische Soldaten, teilweise von den russische (-) Einschussaknen, weil waren solche (--) Überlegung_. Das wurde nicht (unverständlich), direkt oder, oder indirekt
verbreitet, wenn die Juden gestorben, dann können wir nach Hause gehen, also diese Aufsichtpersonal. Und eben meine ältere Bruder, <zeigt Foto> diese, diese hat dort auch gestorben, (-) in Woronesch [Voronež]. Ich habe (zum) Beispiel ein Liste, dort sind ganz kleine Auszug von den (-) Liste. Darf ich das zeigen? // INT: Nachher. /// Nachher. // INT: Gut. /// Äh, das ist, äh, in Paris, (in) Paris wurde (-) ausgegeben, in ungarische Sprache. Zwei Band. Alle Leute, alle ungarische Arbeitdienste [Arbeitsdienste], wer ist in diese_. (-) Das heißt Woronesch [Voronež] diese Ort, dort gestorben. Vielleicht haben Sie schon getroffen oder gehört diese Name Woronesch [Voronež]? INT: Das war wann, in 42 [1942]? GA: Das war 42 [1942]. (-) Jahre
1942, Winter. INT: Und wann, wie lang blieben Sie dann in, in die Armee? GA: Äh, nicht, das war nicht Armee, das war // INT: Der Arbeitsdienst. /// Arbeitsdienst. Und die Arbeitsdienst ist_. (-) Werden (wurden) wir in Jahre neunzehnhundert-, (-) vierund-, (-) vierund-, (-) -vierzig, (-) Dezember_. 23. Dezember wurden wir einwaggoniert, weil dort_. Nachher wurde hier ein Bataillon und dort ein Bataillon_. An diese Zeiten nu-, war nur drei, (-) drei jüdische Arbeitsdienstbataillon in Russland. War teilweise vernichtet, teilweise zurück gedrungen bei andere Front, Teile und zurück gedrungen, weil die Russen schon, äh, // INT: Näher kommen. /// äh, 42 [1942]
langsam, aber sicher geht immer vorwärts. Und die ungarische Armee war_, war ne-, praktisch nicht nur_, die ungarische Armee auch nur Dienstleistungen gemacht. Keine, äh, keine kämpfende Einheit nach Woronesch [Voronež], (-) nur etwas zum Zusichern, (zum) Beispiel die Bahnhöfe und so weiter. Immer zurück_, und waren wir nur drei (-) damals. Und diese drei Abteilungen_, es war etwa 660 Leute, ungefähr, wurde nach Flossenburg [Flossenbürg] gebracht, in die Konzentrationslager || Flossenburg [Flossenbürg]. // INT: Interessant, dass_. /// ||| Und dort (--) wurde von uns alles abgenommen, haben wir in riesengroße_. Das war ein sehr gut ausgebaute Lager, aber sehr wenig hört man von diese Name Flossenburg [Flossenbürg]. (-) Äh, ungefähr mit (-) sieben bis
achttausend ständige jüdi-, äh, Häftlinge_. War ein Kommando, SS- Kommando, waren Baracken. Aber erst einmal, wo wir dort einwaggoniert, dann müssten wir ein riesengroße Saal gehen und das war ein (-) Duschbad. Wir haben damals nicht gehört, es kommt Cyangas oder so, aber das war nicht, es kommt nur heißes Wasser. Und wurden wir (-) gewaschen und nachher haben wir hinausgegangen in ein andere Tür. Dort war schon vorbereitet diese Häftlingkleid (Häftlingskleidung). Das haben Sie schon gesehen, diese gestreifte Kleid? INT: Jetzt waren Sie im Prinzip von 1940 bis 44 [1944] entweder in der Armee od-, oder in Arbeitsdienst? GA: Nein. Jahre neunzehnhundert-, (---) äh,
neunund-_. (---) Also (im) Grunde genommen in von 39 [1939] Oktober bis, (10) bis v-, (--) 43 [1943] (-) Dezember, (---) also war ich teilweise bei den ungarische Armee, teilweise in (-) Dienst, in Arbeitsdienst. Und Januar, 13. Januar (-) 44 [1944] wurde ich, (---) ja, wurde ich nach Russland gebracht. (---)
Und 43 [1943], (--) 43 [1943] Januar, 14. Januar bis 43 [1943] Dezember (--) war ich in Russland, (-) in die Arbeitsdienst. Und von 43 [1943] Dezember wurden wir alle nach in die Konzentrationslager gebracht. INT: Aber der Arbeitsdienst in Russland, der war ja im Prinzip für die ungarische Armee? GA: Ja. // INT: Aha. /// Also, wir waren in die ungarische Armee teilweise und war_. (-) Einige Monaten wurden wir für die Deutschen übergeben und nachher zurück_. Wissen Sie, wie heißt es deutsch, äh, (4) wenn ein Befehl erhalten und wir müssen dort_. (5) Jetzt kommt nicht die Wort_.
(-) Also ein, (-) ein Befehl. Wir haben ein Befehl erhalten, also // INT: Ja. /// nicht nur wir, also wir_, unsere, äh, || // INT: Kompanie. /// Befehlshaber, ||| ungarische (-) // INT: Ja. /// Major und die Aufsichtsoldaten, Wachtmeister und Soldaten. Die ganze Abteilung, die ganze Bataillon (-) wurde untergestellt für die Deutschen (-) Befehlhaber, (Befehlshaber) also_. INT: Als Minensuchgruppe? GA: Als Minensuch-_. Und dann die ganze die aller erste Front, äh, graben zu (-) und Bunker zu bauen und so weiter. (-) Und alle andere, wer es dort vorgekommen. INT: Und dann Dezember 43 [1943]? GA: Und Dezember 43 [1943]_, ich kann holen, ich habe irgendwo aufgeschrieben
genau. Äh, dann wurden wir einwaggoniert, also, (-) dies-, diese Abteilung, wo ich gewesen, und alle andere. (-) Eine mit diesen, andere mit den andere, äh, (--) Waggon, der alle nach Flossenburg [Flossenbürg] transportiert. INT: Und wie war der Transport? GA: War in, in || Flossenburg [Flossenbürg waren wir]_. // INT: Nein, wie war ||| der Transport in Waggons, wie war der, die, die Zugreise? /// Ja, das war nix. Das war_. Waren wir ungefähr sechsundvierzig Leute in ein Waggon. Hin und da hat die Waggon angehalten und haben wir ein warme Suppe gekriegt und (-) nix mehr. Und nachher das waren dreitagige (dreitägige) Fahrt bis Flossenburg [Flossenbürg]. Und dort wurden wir auswaggoniert, aber, wann haben wir
gesehen, wohin (-) gekommen sind_. Dort steht ein Menge SS-Leute mit // INT: Hunden. /// Hunde, mit Stange, mit Schlag. (-) // INT: Ja. Peitschen? /// Peitsche und so weiter. Und wurden wir sofort in diese große Saal getrieben. Also die schönste war (-) dabei, dass wir_. Wo wir hinein gegangen, das war ein riesengroße, äh, (---) solche (4) hängen (6) // INT: Kleiderstangen? /// <zeigt auf den Hals> // INT: Ah. /// spezial gebaute, (-) wo die Leute könn-, äh, wurden aufgehängt. (-) Und das haben wir gesehen, dort haben wir
einmarschiert. Acht russische Soldat wurde dort aufgehängt. Und hat etwa drei oder vier Tage hängt. Das war die erste Eindruck von die, äh, Lager von Flossenburg [Flossenbürg]. Weil die Flossenburg [Flossenbürg] war nicht ein ausgesprochene jüdische Lager, wo nur Juden gewesen. Dort war auch Deutsche, Polen, Russen, (-) sehr_. // INT: Ja. /// Sogar die ganze ungarische (-) Innenministerium, (--) weil es wollte, äh, ein (-) Hitler verraten, wollte ein extra_. // INT: Separaten Frieden. /// Ja, mit die Engländer Kontaktaufnahme und Waffenfrieden zu schließen. // INT: Ja. /// Und das war dort die (-) Innenminister, (-) Hejasch (nach Gehör), und die ganze, äh, ungarische, äh,
Innenministerium. INT: War Flossenburg [Flossenbürg] ein Todeslager? GA: Flossenburg [Flossenbürg] war_. (-) Hat drei verschiedene, äh, Merkmale. Das war ein Spital, wo hat Ver-, Menschenversuch gemacht. Und das eben, wo wir fertig gewesen mit diese, äh, (---) große Saal, wo wir abgewaschen wurden mit warmes Wasser, müssten wir in ein andere Zimmer gehen. Aber vor drei oder vier hochrangige SS-Leute hat dort gestanden und jeden solche Leute_. (Zum) Beispiel die Zwillinge wurde auf den Seite gelegt und diejenige, wer es eben körperlich etwas nicht in Ordnung gewesen, weiß nicht, <zeigt auf sein Arm> das war so ein_, (---) schlechte Arme
oder ein wenig Krüppel war, das war alle auf den Seite gelegt. Oder sehr, sehr abgemagert, schwach ausgesehene Leute. Und die stramme, feste Junge, wie wir gewesen, wir haben auf (-) bekommt_. <Zeigt auf seine Stirn> Haben wir mit ein braunen, wie et-, wie ein Wasserfarbe ein Zeichnen (Zeichen) bekommen. Also diejenige, wer es ein nur Zeichnen (Zeichen) bekommen, das geht sofort auf den Seite. Diejenigen, wer es ein Nummer ein (eins) bekommen, durften man in die andere (--) Räumlich (Raum) geht, gegangen. Und von dort wurden wir angekleidet eben mit diese Häftlingkleid (Häftlingskleidung) mit dem Holzschuh und diese gestreifte Anzug. Nicht einmal ein Sache, wo die Hosen anbinden könnte und <zeigt auf den Kopf> ein so
flache Mütze und nachher wurden wir in Barack (Baracke) gebracht. INT: Und wer hat die Selektion vorgenommen? GA: Bitte? INT: Wer hat die Selektion vorgenommen? GA: Das, wi-, ich weiß nicht. Das war eben, wie ich gesagt habe, etwa sechs oder sieben, könnte ich nicht genau erinnern, hochrangige SS-Leute. Aber das könnte mal Arzt sein, einige Arzt oder andere Wissenschaftler, ich weiß nicht. INT: Und war´s brutal schon oder noch nicht? GA: Ja, sehr brutal. || // INT: War ja bru-? /// Also, alle, ||| alle Bewegung von den Eintritt von die Lager, (-) alles war brutal. Es wurde nicht die Weg gezeigt, die wurde geschlagen und_. INT: Und die Hunde immer_? GA: Und die Hunde immer dabei. Also das, nicht, nicht gesagt oder gezeigt, gehst in diese und diese Saal, wurde dort (--) hinaus gepeitscht.
<Ende Tape 2>
<Kurzes Gespräch (unverständlich), Lachen> INT: Georg Almasi, 10. August 1997, Zürich, Band 3. Gut. Sie kamen nach Flossenburg [Flossenbürg], Sie (-) wurden eingekleidet // GA: Ja. /// in Gefängniskleidung? GA: Ja. (-) Also, das Häftling, || // INT: Häftlingskleidung. // Häftling, das heißt in deutsch Häftling. ||| // INT: Mit eine Mütze? /// Eine Mütze_. Das, haben Sie so jetzt nicht || gesehen, das sind /// INT: Natürlich, natürlich. // ||| blau und hellb-, dunkelblau und hellblau
(-) Streifen. Wurde die Haare (-) hier in die Mitte rausgeschnitten, also mit, // INT: Ja. /// mit den Apparat. Und nachher wurden wir in ein Barack (Baracke) gebracht. In die Barack (Baracke) war noch viele Leute. Und die Barack (Baracke) war ungefähr so tausendzweihundert, tausenddreihundert und wir mit zweihundert_. Aber wir haben (-) nicht genug Bett, also die Barack (Baracke) hat nicht genuge (genug) Bett, so Pritschbett (Pritschenbett) mit dreistockige Pritsch (Pritsche) und haben wir zwei in ein Bett geschlafen. INT: Wurden Sie dort eingeliefert als Juden? GA: Ah, wie, das ist so. Dort war nicht nur Jude, wie ich gesagt habe, wir haben ein Judenzeichnen (Judenzeichen) (bekommen). Also haben wir ein Nummer bekommen und den Judenzeichnen (Judenzeichen), ein gelbe // INT: Stern. /// Stern.
Die Politiker, die polit-, politische Häftlinge das hat rote, die kriminal-, kriminelle ist schwarze, die Homosexuale [Homosexuelle], (-) äh, ich glaube lila und die Zigeuner ist schwarz oder so etwas. INT: Aber die Nummer auf die Stirn? GA: Das, das wurde weggewischen, das hat nicht geblieben. Das war nur für die Zweck, das geht zum Arbeiten, das geht zum die Versuch-, Versuchsspital. Das war nur_. Es war nicht so viel, es war vielleicht zwanzig solche Leute, wer es hat etwas körperliche, äh, Behin-, äh, körperlich behindert || gewesen. INT: Haben ||| Sie Leute gekannt, die, äh, || die versucht worden? GA: Nein, ich habe ||| nie mehr diese Leute gesehen. Und ich habe gekannt, das hat unsere, äh, unsere Abteilung gehört, unsere Bataillon. || // INT: Aber Sie haben sie nie mehr_? /// Also, unsere Freunde, ||| das war,
war, war Freunde und, und, und sehr gute Be-, (-) Komeraden (Kameraden) nicht wahr, aber haben wir nie mehr gesehen. INT: Und wie ging, ging es dann weiter in Flossenburg [Flossenbürg]? GA: Und nachher haben wir_. Ja, das war die Kapo drin, ein, zwei, drei, ich weiß nicht wie viel. Und nachher haben wir in so_, wurde ein kleine Teil, (--) äh, wo leere Bett gewesen, dort haben wir (-) Platz genommen oder besetzen und nachher Abend_. Also ganze Tag haben wir nicht Essen bekommen, (am) Abend kommt ein so große Kondir (Behälter) mit ein helle Suppe, ein dünne Suppe und ein Stück Brot. Und das haben wir bekommen und andere Morgen am sechs Uhr wurde Appell_. Also wurden gewacht (geweckt), müssten wir ankleiden,
also, praktisch müssen wir nicht ankleiden, weil wir haben nicht anderes, nur diese_, haben wir Hemd oder so´ne Sache. Da war irr-, irrsinnig kalt, Winter. Und wurden wir in Appell gegangen, das heißt, in die Hof musste Reihe stehen und nachher wurde (--) die Leute to-, abgezählt. Etwa dreißig geht in diese Arbeit, in andere vierzig auf diese Arbeit und_, (-) also wurde verteilt die ganze Leute. Also, wir waren neu, wir, wir waren, äh, für die Arbeit eingeteilt neu. Diejenige, wer ist schon, ich weiß nicht, wie lange dort gewesen, das wusste man, wohin muss stehen, wer Arbeit bekommen. Und erste Mal, also unsere erste Ar-, Arbeit war, äh, die tote Leute in ein, äh,
Graben zu (-) schaufeln, <macht längliche Bewegung> also nicht so Graben_. So groß wie diese Zimmer, etwa drei Meter tief, vier Meter tief. Und nachher, äh, (-) ein bestimmte, diese weiße, wie heißt das? (--) // INT: Kalk. /// Kalk. Mit Kalk müssten wir_. Also nach den Reihen, eie-, eine Reihen, andere Reihe, dritte Reihe und Kla-, Kalk übergossen. Und nachher wurde, war schon von eine andere Abteilung große Steine gebracht, und die Steine wurde hinaus geworfen in die Grab. Und nachher die ausgegrabene, äh, // INT: Erde. /// Erde zurück. Das war unsere erste, dritte, erste zwei Woche gearbeitet. // INT: Jeden Tag? /// Jeden Tag. Jeden Tag war sehr viele Tote, sehr viele Tote. INT: || Wurden die erschossen, oder_? GA: Über_. Nein. ||| Altersschwäche
oder totgeschlagen oder_. INT: Wurde viel geschlagen? GA: Totgeschlagen. // INT: Ja. /// Also eine bekommt den Schlag und das war sowieso ein schwache, total abgemagerte Leute und hat gestorben. Und weil tagesüber (tagsüber), also während, sagen wir na-_. Diejenigen, wer am Nachmittag oder so gestorben, könnte man nicht_. Ein Grab immer morgen wurde das gemacht, wurde in die Latrina (Latrine) aufgestapelt. INT: Die Latrine war ja, war die draußen oder war die drin, war´s || geschlossen die Lat-_? GA: Nein, nein, ||| nein, das war drin. Das ein riesen Lat-, Lat-, Latr-, Latrina (Latrine) gewesen. // INT: Drin? /// Nee, außen. || // INT: Ja, aber war es im Freien? /// Außen. In ein e-, extra_. ||| Na-, nein, in die, gehört in die Lager, || nicht wahr. // INT: Ja. /// ||| War ein Gebäude (-) und dann ein so´n viereckige Latrina (Latrine) müssen_. Hier waren (-) so (-) runde Holz, hier und hier
aufgebaut und könnte man aufsitzen und unten war Leute, <macht undeutliche Bewegung> wer es ständig (--) gewaschen in ein Abflusskanal. (--) Schwierig zu vorstellen. // INT: Schrecklich. /// Schrecklich. Also, wenn ich hier sitze, das war zugedeckt, weil dort haben gegangen_. Und dort hat immer gestanden ein paar Leute. Und wann irgendwo ein kleiner Ruhe, dort geht und putzte und reinigte. // INT: Unten? /// Unten. Das war drei Meter tief war das. Und vorher, vor uns, vor uns, wo wir gesitzen (saßen), das wurde aufgestapelt die Leiche. (-) Wenn es andere Tag, wird gebra-, ge-, begraben. (--) Wissen Sie, Flossenburg [Flossenbürg] war ein schreckliche Lager, war schrecklich. Also, alle war schrecklich, aber das überschrecklich.
Weil von außen war überhaupt keine (-) Besucher, so Roten Kreuz und so weiter. Und ein relativ neue Lager, vielleicht vor, vor mir fünf Jahre, vielleicht fünf Jahre, in Jahre 1939 oder weiß nicht, wann wurde das gebaut. (-) Und relativ mit viel Erfahrungen_, also sehr gut organisiert innen. War sogar ein Bordell. Die schöne Mädchen wurde alles in die Bordell gebracht. Also nicht Bordell, das ist einfach zur Verfügung für die SS-Leute und dort, dort zählt nicht die, die Rassen-, äh_. // INT: Unterschiede? /// Nein, die Rassenbeschmutzung, nicht wahr. Ich war ein Mal dort, ich habe Kohlen gebracht,
Winter, sehr hübsche junge Mädchen. Uund wo wir hat das gebracht, hat sie etwas uns gedrückt, ein Stück Brot oder so etwas. INT: Was ist mit die Mädchen passiert nachher? GA: Ich weiß nicht, ich war nicht bis Ende in Flossenburg [Flossenbürg]. Nachher etwa einundhalb (anderthalb) Monat später, es könnte man Mitte Dezem-, Mi-, Mitte September sein_. // INT: Mitte Januar. /// Bitte? // INT: Mitte Januar. || Sie sind ja hier_. /// Nein. ||| Mitte, Mitte Januar war ich_. || // INT: Sind Sie angekommen? /// Januar, ||| Dezember, Ende Dezember, Januar war ich die Lager_. // INT: Ja. /// War ich Januar, Februar in Flossenburg [Flossenbürg]. // INT: Ja. /// Und nachher, äh, in Anfang März kommt wieder ein solche Kommission_. Dort war viele Zivilleute und SS-Leute und nachher wurde ausgerufen, diejenige, wer ist ein Fach haben, vorwiegend
Schlosser, Dreher, äh, (-) Elektriker und so weiter, der soll vorne treten. Das war Abend, wo war alle schon in die Barack (Baracke) gewesen, nicht wahr. Und natürlich jeden glaubt, ich auch, jeden glaubt, dass es etwas besseres, wenn man Fachmann gesucht. Dann wird vielleicht in ein Fabrik bringen und so weiter, wo normal arbeiten könnte. Und ich bin auch nach vorne getreten, weil ich war Fachmann und etwa noch Hundert und Hundert_. Aber das war Deutsche, dort könnte man nicht irgendwie_, es war grünlich (gründlich). Und wann das alle vorgetreten, also dort geblieben_. Und nachher wurde drei oder vier so große Tisch gebracht. Und nachher dort in die Tisch wurde verschiedene Werkzeuge, technische Zeichnungen,
Messinstrumenten und so weiter aufgelegt. Und nachher sitzt, hat dort hingesitzen [gesessen] diese Zivilleute, diese Kommission. Und geht eine nach der, nach den andere der Tisch und nur dort wurde die Frage gestellt: "Was ist das, was ist das, was macht mit dies, was für einen Zeichnung das, was bedeuten diese Zeichnung, was_, warum ist diese Linie so?" Ganz gründlich, so deutsche Gründlichkeit. Und natür-_, sofort die Erste_, schon die Erste und schon die Zweite hat keine Ahnung gehabt, was ist das, nicht wahr. Und diese wurde zusammen geschlagen, ich glaube totgeschlagen. Kommt die ha-, drei oder vier Kapo mit diese Schlagstöcke, das waren so Gummischlauch mit, entweder mit Blech oder mit Sand gefüllt und
geschlagen und tritten (getreten) und_. Und nachher von diese vierhundert, wer ist vorne getreten, hat sofort fast alle zurückgetreten und haben wir geblieben etwa dreißig. Und von den dreißig wurde ausgewählt zwanzig. Und ich war drin in diese zwanzig. Und nachher wir wurden von diese Barack (Baracke) abgeholt, haben wir in andere Barack (Baracke) gebracht, in so ganz kleine Barack (Baracke). Und wur-, wurden wir (in) Ordnung gebracht, wie man sagt. Wurden wir rasiert, wurden wir irgendwie ein wenig bessere Haarschnitt bekommen, haben wir neue Kleid bekommen, haben wir normal Schuhe bekommen, Lederschuhe, das war dort genug. Und nachher kommt ein Feldwebel oder vielleicht ein größere Rang, ich kenne mich nicht aus. Gut, vielleicht waren Oberleutnant oder Leutnant. // INT: Ja. /// Und
dort war so einzelne Bett, wo wir schlafen können. Und haben wir ein bessere Essen bekommen (am) Abend. Und nachher er hat gesagt, morgen fahren wir nach Leitmeritz. Und dort baut man die Firma Osram, diese Lampenfabrik, in die Berge drin ein Fabrik. Weil wahrsch-, wahrscheinlich, habe ich gedacht, die Osramfabrik, wo er gewe-, wo, wo dieser Fabrik gewesen, wurde abbombardiert. Nanu, andere Tag wurden wir wieder in die Bahnhof gebracht. Morgen_, und diese Leutnant oder diese SS- || // INT: Offizier. /// -Offizier ||| hat uns begleitet und haben wir ungefähr so eint-, eintägige Reise nach Flossenburg [Flossenbürg], äh, nach
Leitmeritz gebracht. Und in Leitmeritz, das war auch ein schreckliche Sache. // INT: Und die Reise war, war o.k., || war normal? /// Normal. Das haben_, ||| das war ein, ein Mann und zwei Aufpasser. So, wir, wir haben ein Waggon bekommen. Ein, nicht ein, ein, äh_. // INT: Kein Viehtransport, ein no-_? /// Nein Viehtransport, sondern normale Waggon, wo könnten wir sitzen, aber er_. Die, diese Tür und die andere Tür, Türe war geschlossen. Und dort steht zwei bewaffnete SS-Leute und diese, äh, Offizier, das zwischen uns, also nicht zwischen uns, separat ein solche kleine_. // INT: Ja. /// INT: Aber bevor, bevor Sie weitergehen nach, // GA: Ja. /// nach Leitmeritz_? // GA: Er hatte so kleine Abteilung, also_. /// Aber in, in Flossenburg [Flossenbürg], das war_, war´s ein richtiges Arbeitslager || oder war´s ein, ein Todeslager? INT: Nein, nein. ||| Die Flossenburg [Flossenbürg],
(im) Grunde genommen (-) auch ein solche Lager, weil es mehr Funktionen hat. <Zuggeräusch im Hintergrund> Ein Funktion war diese Fabrik zu bauen, die Fabrik bauen. // INT: In Flossenburg [Flossenbürg]? /// In Flossen-, nee, nicht in || Flossenburg [Flossenbürg], Leitmeritz. // INT: Nein, nein, ich red jetzt ||| von Flossenburg [Flossenbürg], ich red von Flossenburg [Flossenbürg]. Was war es im Prinzip? War es ein Vern-, ein Todeslager oder war es ein, ein Arbeitslager? /// Es war ein sehr_, wie, wie ich erfassen könnte, das war sehr groß und ich habe nur ein kleinere Teil davon gesehen, das war ein Arbeitslager. Was gearbeitet dort, das war_. Ich glaube, dass vorwiegend, äh, in die Berge, äh, Steine geklopft und Steine ge-, // INT: Geschleppt. /// sortiert // INT: Ja. /// und, und_. (5) Und wurde Leute vernichtet,
es war ein Vernichtungs-_. // INT: War es auch ein Vernichtungslager? /// War, waren ein kleine Barack (Baracke) und wir haben gehört, weil_, das ist ein_, dort wird Leute hingerichtet. Aber wie ich gesagt habe, ich habe sehr we-, kleine Teil // INT: Ja. /// von diese riesengroße Lager gesehen. Ich habe nur in meine Barack (Baracke) gesehen, und wo ich gearbeitet und zurück und die Barack (Baracke). INT: Haben Sie auch_. Was_, haben Sie irgendwann mal selbst Brutalitäten gesehen oder Menschen zu Tode geprügelt gesehen? // GA: Das habe ich || schon gesehen. /// Das haben Sie schon ||| gesehen? // GA: Ja, ja, sehr oft sogar. INT: Und was war der Grund immer, || war es ein Grund? GA: Ja, der Grund, ||| das weiß ich nicht. Also eine Beispiel hat_, (-) irgendwo_, weil ein Kamerad, das weiß ich, das wollte sich ausruhen und hat irgendwie versteckt und hat ein SS-Leute das gesehen und hat totgeschlagen. (-)
Und außerdem das war sehr modisch, die fünf-, fünfundzwanzig Schlag. Wenn ein etwas (-) nicht rechtes gemacht, also, die SS hat geglaubt, das nicht rechtes gemacht, nicht gut gegangen oder gelaufen oder (zum) Beispiel das war ein sehr interessante, äh, Erscheinung. (Zum) Beispiel die (-) alte Lagerhäftlinge (-) wusste das und hat Möglichkeit und wie solche Nummer zu machen. Und hat (zum) Beispiel ein Mal, ich war auch die Opfer, <zeigt auf Brusttasche> hat meine Nummer aufgeschrieben und (--) in, in seine Mantel irgendwie geklebt oder genäht, das weiß ich nicht. Aber nur ich weiß, wo ich gegangen mit meine
Konserbüchse (Konservenbüchse) für meine Suppe, habe ich ein irrsinnige Schlag auf den Kopf bekommen. Und (er) hat gezeigt, weil war ein so Nummertafel, das war schon gestrichen. Also jemand hat meine, äh, Nummer gebraucht und hat meine Essen_. // INT: Zwei Mal zu essen. /// Ja. Und (die Wache) hat gemeint, dass ich wollte zwei Mal gegessen gehen. Aber das war sehr oft und sehr viel. Und (zum) Beispiel für solche Sachen wurde auch Leute, wenn es ge-, wegen dieses gestorben. Wer hat ein so, solche Schlag bekommen in die Kopf, für diese schwache Körper, diese 38 Kilo oder vierzig Kilo war ein Mensch, war fertig. (--) Aber von Flossenburg [Flossenbürg] kann ich nicht vieles sagen, weil ich war nur ein, ungefähr einundhalb Monat dort und
nur ein bestimmte Arbeit geleistet. Ich habe immer als Totengraben [Totengräber] funktioniert. Und ich könnte nur diese Weg, also die Weg zum Latrina (Latrine), die Weg zum (-) Arbeitsplatz und die Barack (Baracke). Und ein Mal war ich in diese sogenannte Bordell. Ich wurde gerufen und haben wir zwei so große Kübel (-) Kohlen ge-, dort gebracht. Aber in Leitmeritz_, (---) jetzt sprechen wir_, || // INT: Ja, ja. /// ||| jetzt Leitmeritz. Leitmeritz haben wir drei Tage lang (-) relativ gute Behandlunge (Behandlung) bekommen. Haben wir ein neue Barack (Baracke) (-) bekommen, auch ein kleinere Barack (Baracke). Und nach drei Tagen_. Ja, und haben wir ein Zeichnen (Zeichen), noch ein Zeichnen (Zeichen) bekommen auf unsere,
äh, Kleid. Das Zeichnen (Zeichen) war so ein weiße Viereck mit ein braunen Oval. Und nach etwa drei oder vier Tag haben wir gedacht, wir sind in die Himmel, so gut, Essen, alles. Und nach drei Tag kommt drei oder vier Kapo und hat uns ausgepeitscht. Von diese Ba-, diese kleine Barack (Baracke) und hinein in die große, wo war drei so große Barack (Baracke), war je dreitausend oder zweitausend Leute. <Hundegebell im Hintergrund> Und dort war fünfstockige Pritsche. Und wir haben gehört_. Also das ist, (ich) weiß nicht wo, diese Arbeit wurde abgesagt, also die Aufbau (-) die Fabrik, die Osramfabrik. Dann wurden wir nur in die Berge_, (-)
ich auch, und das unsere ganze Abteil-, die ganze Lager, das wird Aufgabe, solche Schutzgraben in die Berge hinein bauen. Dann müssten wir_. Das war so große Berge, könnte man so achthundert oder tausend Meter hoch oder (ich) weiß nicht genau. Nur wir müssen Zementsa-, -sack hinaufzutragen und nachher drin (-) bauen. Und ein Mal habe ich Glück gehabt, weil suchte man wirklich erstklassige Fachmann und kommt ein tschechische Meister_, weil diese Leitmeritz war schon in die Sudentengebiet. Und kommt ein tschechischer Meister_, komischerweise er hat ungarisch gesprochen. Wahrscheinlich kommt vielleicht von Bratislava oder die ehemalige ungarische (-) Gebiet. Und ich habe mit ihm gesprochen und er hat gefragt, was mache ich, was kann ich,
und ich habe (es) gesagt, und er hat mich ausgewählt. Und ich könnte in ein Transformator, äh, || Gebäude // INT: Station. /// ||| arbeiten. // INT: Ja. /// Und er war relativ gut. Also habe ich gewohnt weiterhin in die Barack (Baracke), (-) aber arbeiten musste ich nicht. Vielleicht ein oder zwei Woche gearbeitet in die, äh, || Bergbau. INT: Und wie war ||| das Leben in die Baracke? GA: Bitte? INT: Wie das, wie || war das Leben? GA: Und dann wieder, ||| wieder zu-, also, immer in die Baracka (Baracke) gewesen. Von den Barack (Baracke) wurde nicht abgeholt. (-) Für die große Barack (Baracke)_. // INT: Ja. /// Ich bin dort gewesen, aber morgen mit den, mit, mit mehrere andere, etwa mit zehn Leute, wir waren ausgewählt in diese, äh, Werkstatt zu || arbeiten. INT: Gab es kein ||| Appell am Morgen? GA: Nein. Also, Appell schon, also alle musste hinausgehen, nicht wahr? Und jeden_, das war schon
ein alte, war keine neue, (--) äh, Leute, wer ist dort hingebracht, nur wir, diese zwanzig. Das war nicht wie früher, also mit_. Das war schon praktisch sehr schlecht gegangen für die Deutsche, hat keine neue Lehrling tra-, neue Häftlingtransporte (Häftlingstransporte). Und jed-, wusste man ganz genau, wohin musste man stehen. Und kommt ein Kapo, das zählte ab (-) und_. INT: Und wie waren die Kapos? Anständig? GA: Bitte? INT: Die Kapos? Wie waren die? GA: Also schrecklich. Schrecklich. Diese Kapo, das war solche Leute, wer ist eben darum Kapo gewesen, weil war außerordentlich brutal. INT: Waren das Juden? GA: Nein. (-) War, war vielleicht ein oder anderer, aber meistens sind es_, es war nicht_.
Die Leitmeritz war auch nicht ein jüdische Lager. Das war Juden auch, aber all andere auch. INT: Und die Kapos waren Kriminelle? GA: Vorwiegend Kriminelle. Vorwiegend Kriminelle war Kapo oder (zum) Beispiel Ho_, Homosexuelle. Wer ist auch ein gutaussehende Junge war und hat_, wurde ausgesucht, weil alle SS dort und früher war alle homosexuell. Vielleicht nicht alle, aber ein großer Teil. (-) Und nachher in die, in die großen Lager, also die, also die großen, äh, Baracken, das war schrecklich. Das war nur mit, mit Stroh gefüllt. Das war keine getrennte Bette, das war pritschartig, wissen Sie. Alles nur ein_, und das war fünfstockig. Und nachher alle dort hat erledigt
jeden Sache, Urin lösen und so weiter. War stinkt wie ein, ein_, und nass, das war (--) unglaublich. INT: Das war schlimmste wahrscheinlich, hm? GA: Ja, das war sehr schli-, also schlimmer als die (unverständlich). Und nachher ich (-) krank geworden. Etwa drei oder vier Woche später, wo ich in diese, äh, Werkstatt gearbeitet, habe ich irgendwo_, vielleicht in die, in die (--) Barack (Baracke) habe ich erwischt ein Typhus. (-) Und dort könnte man melden auf den als krank. Und die ganze Untersuchung, Krankenuntersuchung, das war nur Fiebermessung. Und weil ich habe neununddr-, -dreißig oder neununddreißig gehabt Fieber,
ein Typhus, wurde ich in den sogenannte Krankenbarack (Krankenbaracke) gebracht. Und die Krankenbarack (Krankenbaracke) war auch so, das war Einzelbette, aber immer zwei (-) war in ein Bett. Und ich bin dort gewesen, <Kirchenglocken im Hintergrund> (-) neben mir hat schon einer ge-, also die ganze Nacht dort gelegen als Tote. Morgen (morgens) wurde immer ausgeleert, die Tote (-) wurde hinaus gebracht. (-) Und, wer ist gelebt noch, das geblieben. Aber wir haben kein Medikament, kein ärztliche Untersuch-, gar nicht bekommt. Entweder überlebt oder nicht überlebt, das war zwei Möglichkeiten. Und nach jede Woche war ein ärztlicher Visit [Visite]. Der Visit (Visite) nur steht nur (-) ein sogenannter (-) An-, Anschauen, die Arzt,
ob Arzt gewesen oder nicht, das weiß ich nicht, alles angeschaut, als nackt. Und diejenige, wer es hat noch die Oberschenkel noch war ein wenig Fleisch, das war gesund. Und ich war auch gesund, aber ich habe nicht mehr zurückbekommen diese Stelle, was ich be- haben. Ich musste auch in die Berge, Bergarbeiten gehen. Und nachher, genau in Mai, 8. Mai_. Ja, ich habe noch vergessen zu erzählen, wo ich von, (---) ja_, nein_, es ist in Ordnung. Nachher, un-, ungefähr 4. oder 5. Mai wurde die Lager aufgelöst, die Leitmeritz. // INT: 44 [1944]? /// 44 [1944] Mai, Anfang Mai. Ich glaube 4. oder 5., so weiß ich nicht die, (-) äh,
Daten. (--) Wurde jeden (-) hinaus getreiben (getrieben) in die Baracken überall und in die Hof_. Und wir wurden nach (-) Theresienstadt transportiert. Weil die, glaub ich, die Lager musste man aufgeben. Es kommt ein solcher Befehl. Und nachher hat während diese Marsch_, das war vielleicht zehn oder zwölf Kilometer von Theresienstadt, kommt die SS und jeden, wer es hatte_. (--) Es war so, wer es hatte zivilen Mantel oder so, wurde abgerissen und die SS hat (-) ihre eigene Kleider weggeworfen, die Waffen behalten und hat angefangen auf uns (zu) schießen. Und zufällig habe ich auch eines erwischt, aber die Komeraden (Kameraden),
wer es mich gekannt_, wir waren noch etwa zwanzig, wer es noch von Russland uns gekannt, (-) hat mich eingeschleppt. Also ich wusste nicht. Also, wo ich diese Schuss bekommen, dann ich habe (--) ein solche Gefühl gehabt wie jemand hinten ein Stoß mir gegeben. Und ich habe in die Boden gefallen und nachher_. Später habe ich erfahren, diese eben diese Kameraden, wer es neben mir gewesen, mit meine Hand, wissen Sie, wie ein (-) Stück Holz geschleppt bis Theresienstadt. Und die Theresienstadt war schon unter die, äh, (-) tschechische Rote Kreuz. Aufsicht die tsche-, der SS von dort verschwunden. // INT: Das war 45 [1945] war das,
nicht 44 [1944]. || Das war 45 [1945]. /// 45 [1945]. ||| 45 [1945]. Fünf-_. Wann war die Krieg Ende, 45 [1945]? // INT: 45 [1945], ja. /// 45 [1945]. Also, 45 [1945], 8. Mai. (-) Und (-) dort waren sogenannte, aber relativ saubere Krankenzimmer schon gemacht, das war die Ärzte, (--) äh. (-) Und war ein paar richtige Arzt von den Häftlingen gewesen, wer_. Damals waren wir nicht mehr Häftlinge. Aber diese Arzt gewesen und dann diese Arzt hat die Kugel herausgeholt. (Ich) wurde gebadet und gewascht (gewaschen) und entläust (entlaust) und alle mögliche solche Sache. Und von diese Zeit war für mich eigentlich die alle Leiden fertig. INT: Wo haben Sie die Kugel bekommen? GA: <steht auf, ist aus dem Bild>
<Kamera schwenkt zu ihm, steht mit Rücken zur Kamera, zieht sich aus> Zeige Ihnen, was für ein Glück ich gehabt habe. (8) Vielleicht sehen Sie noch. <Steht in Unterwäsche vor der Kamera, zeigt auf seinen Rücken> (---) Hier, sehen Sie? // INT: Ja. /// Hier. <Will sich anziehen> // INT: Bleiben Sie, bleiben Sie. <Int. zum Kam> Tun Sie mal aufnehmen. /// <Nahaufnahme der Wunde> Hier. // INT: Ja, ja gut. Ja. /// // KAM: O.k. /// Ein Zentimeter von den Wirbelsäule, neben die Wirbelsäule. <Zieht sich wieder an> <Ende Tape 3>
<Kurzes Gespräch, kein Bild> GA: _ weil die Krieg war nicht einheitlich Ende. // INT: Nein, nein, nein. Theresienstadt war viel_, war, war im April, glaub ich, ja, April || oder Mai? /// Ich weiß nicht, ||| wissen Sie, weil ich weiß nicht viel, also lange Zeit, etwa (-) ein oder zwei Woche, war ich_. (-) // INT: Ja, nat-, logisch. <Im Bild> INT: -si, 10.8.1997, Zürich, Band Numero 4. Also, in Theresienstadt wurde Ihnen die Kugel entfernt und Sie haben sich dort erholen können. Und es war unter, unter russischer Bef-, die Russen haben´s befreit? GA: Bitte? INT: Die Russen haben Theresienstadt befreit? GA: Ja. Die Russen hat es befreit, die Theresienstadt,
aber, äh, relativ kurze Zeit war die Russen da. Etwa, wie ich gehört habe_. Also ich habe praktisch nicht gesehen, ich habe eben nur zur Kenntnis genommen von diese, weil ich war in die Spital, also die_. Es war ein alte Schulgebäude und das wurde als Spital ernannt, aber später könnte ich in die Fenster hinausschauen, gehen könnte ich nicht. Und ich habe gesehen, die Leute in die Straße getanzt und musiziert und, und von den alte, äh, Betttuch die Frauen Kleider gemacht, also es waren allgemeine (-) Freudenfest. Dann war schon die, äh, tschechische Rote Kreuz dort. Und die tschechische Rote Kreuz sorgt dafür, dass wir (-) Schwester bekommen
und Medikament bekommen und, äh, ziemlich rechte Nahrung bekommen. Nur solange war diese Gerschlitagen (nach Gehör) bis die Russen nicht hinaus gegangen und die ganze Sache wurde_. Wissen (Sie), weil waren ein, ein Säuberung in Theresienstadt selbst. Das alles weiß ich von Erzählungen, wurde die SS gesucht. Also d-, weil es dort, äh, versuchte zwischen die Menge verschwunden (zu verschwinden). Und etwa ein Woche lang, glaube ich, war dort die Russen und hat sehr strenge Kontrolle gemacht. Und wie ich gehört habe, viele wurde geschnappt, SS, von der Lager-, äh, -besatzung. Und nachher die Russen hat zurückgezogen. Also ein Besatzung-
stab ist dort geblieben. Aber diese russische, vielleicht einhundert oder zweihundert bewaffnete Leute von die Russen, das habe ich schon später auch gesehen, es war immer dort geblieben und gewissene Kontrolle gemacht und dieses_. Aber der hauptsächlich die ganze Organisation und die ganze Überwachung, äh, liegt in die tschechische Roten Kreuz, in Hände die tschechische Roten Kreuz. Und dann war nur immer Besserung und Besserung und Besserung. INT: Und wie lang blieben Sie dann in Theresienstadt? GA: Und ich musste dort bleiben bis 5. August, (-) ich war nicht reisefähig. Und nachher 5. August_, also in diese Tag oder 4. August, weiß ich nicht mehr genau, äh,
könnte ich schon in die Straße gehen. Ich war schon_. Äh, wir haben auch das, äh, sehr viel Paket bekommen, nicht von den Russen, von den amerikanische // INT: Care? /// oder die tschechische Rote Kreuz, das weiß (ich) nicht. Wir könnten recht angekleidet sein. So relativ normal menschlich Aussehen bekommen. Und ich habe dort ein sehr gut gekleidete, kräftige junge Mann gesehen. Und habe das näher angeschaut und habe festgestellt, dass ist, er ist ein Freund von mir von Budapest. Und ich habe gefragt: "Was suchst Du hier?" Und er hat gesagt: "Ich bin gekommen mit drei russische_", äh, von die Omscha (nach Gehör), ich weiß nicht, also wie die Joint, (American Jewish Joint Distribution Committee) Joint, das haben Sie gehört? In Ungarn heißt es Omscha (nach Gehör). Also die von den_, mit die Joint, mit ha-, "mit drei Lastwagen
und wenn wir finden Ungaren, das bringen wir zurück (-) nach Ungarn. Und Du kommst mit uns", hat gesagt, "sofort." Und ich habe gesagt_, habe angefangen weinen (-) von diese Glück, < Stimme überschlägt sich, ist gerührt> dass ich habe alte Freund gefunden und fährt_, morgen oder übermorgen bin ich zu Hause. Und tatsächlich andere Tag morgen haben wir gefahren. Also wurde die Leute eingeladen, w-, war voll mit diese drei Lastwagen und wir war-, wir sind_. Die erste Station war Prag. Dort haben wir die ehemalige ungarische Botschaft, weil es nicht existiert mehr in Botschaft, weil das war von den alte Regierung, also die, äh, Naziregierung. // INT: Ja. Die Horthy-Regierung, ja. /// Horthy- Regierung Botschaft. Und
dort haben wir übernachtet. Dort haben wir auch gute Nahrung bekommen (-) und ein Tag später geht die Reise weiter bis Budapest. (-) Und bin ich angekommen (in) Budapest, habe ich meine Wohnung (--) gegangen. <Stimme überschlägt sich, ist gerührt> Nein, vorher habe ich gefragt meine Freu-, Freund, ob weißt du etwas von meine Frau. (-) Hat gesagt: "Natürlich, vor ein paar Tage habe mit ihr gesprochen in die Ripotkorüd" (nach Gehör). Das ist ein sch-, große_, also das ist die Bezirk, wo ich gewohnt habe. Ach, ich war überglücklich. (-) Bin ich nach Hause gegangen und meine Frau war nicht zu Hause und meine Mutter hat etwa fünfhundert Me-, Meter weiter
in ein andere Straße gewohnt. Dann (zu) meine Mutter gelaufen. Also für die Nachbaren habe ich gesagt_, ich habe nicht gekannt diese Nachbaren, das damals war nicht meine Nachbarn, neue Leute war. (Ich) habe gesagt, ich bin (---) Mann von, der Mann von Frau Almasi, ich bin zurückgekommen. Wenn sie (in der) Zwischenzeit nach Hause gekommen, soll man sagen, bleiben sie zu Hause, ich komme. Und so hat beendet diese Canossa. INT: Ihre Frau war nicht_? GA: Bitte? INT: Ihre Frau war nicht, äh, || deportiert? GA: Nein. ||| Meine Frau war auch, äh, nicht deportiert, sondern in Budapest selbst in ein Militär-, äh, (--) äh, -fabrik gearbeitet. Äh, (--) weiß nicht, was hat gemacht, irgendetwas
|| mit der Näherei. // INT: Wieso_? /// ||| GA: Wie? INT: Wieso wurde sie nicht deportiert? GA: Weil sie hat eine, (-) äh, falsche Papiere. INT: Was für Papiere hat sie gehabt? GA: Bitte? INT: Was für P_, für Papiere hat sie gehabt? Was für falsche Papiere hat sie gehabt? GA: Ah, irgendein Phras (nach Gehör), ich weiß nicht. Wer es vor, weiß nicht, zehn Jahre gestorben und sie hat ein Menge Geld bezahlt, von irgendwo, (-) von Nordungarn (-) und sie kommt_. Sie hat gesagt, sie kommt nach Budapest, weil wurde ausbombardiert. Und so hat ein Stelle bekommen irgendwie in so Militärtextilfabrik oder so etwas, äh, weil ihre Beruf war Textiltechnikerin. INT: Sie haben vergessen zu sagen, dass Sie geheiratet haben, Sie_? GA: Bitte? INT: Sie haben nicht erzählt, dass Sie ve-, dass Sie verheiratet waren. GA: Doch, doch, habe ich gesagt,
das werden Sie schon_. Auf diese, diese Teil, wo ich von den Militär_. Es war ein Teil, wo ich (-) von den Arbeitsdienst (-) entlassen wurde. (Ich) war_, haben wir etwa drei oder vier Monate Zeit und haben wir geheiratet. // INT: Ja, ja. /// Wir haben etwa drei oder vier Monate zusammenge-. Wir wussten nicht, dass kommt wieder in Dezember ein, ein, (-) // INT: Ja. /// ein Einruf, äh. (-) Und haben wir ein kleine Wohnung gemietet und dort haben wir vier Monat_, aber die Wohnung ist geblieben. Meine Frau hat es irgendwie_. Wissen Sie, von diese Sache ein wenig verschwunden. So nicht verschwunden, aber ich war noch nicht ganz gesund, wo ich nach Hause gekommen. Gesund soweit
als physisch war ich noch einigermaßen (in) Ordnung, aber meine Kopf war zu viel drin und (-) (ich) war ein wenig benommen. Also die erste, die erste Monat, was ich in Budapest erlebt, das war ein wenig so wie ein Blackout, wissen Sie so_. Habe einige Sache erinnere, aber jeden Abend, wenn ich in Bett gegangen, habe ich schlecht geträumt und, und aufgeschreckt und so war eben nervlich (-) total kaputt. Physisch war noch, also, relativ in Ordnung. INT: Wie viel haben Sie gewogen, als Sie zurück kamen? GA: Bitte? INT: Wie viel haben Sie gewogen, als Sie zurück kamen, aus_ ? GA: Oh Gott, wo ich_, dann war ich schon über fünfzig, sechsundfünfzig Kilo,
wo ich nach Budapest gekommen. Natürlich von Mai bis August in Theresienstadt könnt ich // INT: Ja, ja. /// ein wenig_. Aber wo ich in die Spital, also die soge-, in Leitmeritz von diese Krankenbarack herausgekommen_. Es waren auch ein so interessante Erscheinung. Das war schon Frühling, die Fenster war offen und wie ich dort gestehen (stand), ich habe_. Die Fenster war so wie ein Spiegel und ich habe hinein geschaut und nachher habe ich hinter (mich) geschaut, wer ist hinter mir. Ich habe mich nicht erkannt. Und ich habe gedacht, jemand ein Witz gemacht mit mir und wieder geschaut und nichts. Das war ich. <Bewegt Hände> Und ich habe so gemacht und so und habe gesehen, das bin ich. Ich war ungefähr so vielleicht vierzig Kilo. (-) Also ich könnte mich nicht wiegen, aber // INT: Ja. /// so was. <Deutet ein dünnes Gesicht an> Habe so <deutet dünnen Körper an> // INT: Beinchen. /// kleine,
dünne Beine, aber das war_. INT: Und dann, in Budapest? GA: In Budapest, ich habe eben angefangen_, diese mit der Arbeiten. Ich habe die nachts (-) Universität, also die_. // INT: Ja. /// Habe meine Diplom gemacht als Elektroingenieur, (-) Masch-, Maschinen und Elektroingenieur und ich habe_. Also die kommunistische Regierung_, als ein ehemalige, äh, Verfolgte habe ich ein rechte Stelle bekommen_. (-) Also ich gearbeitet in die Firma Ganz (nach Gehör). Ich habe noch die alle Papieren da. Und nachher habe ich die meine Diplom gemacht. Und in Jahre 1956, wo die ungarische Revolution ausgebrochen, habe ich mit meine Freund, <verneinendes Kopfschütteln> meine Frau und meine Sohn
nach Schweiz geflüchtet. INT: Waren Sie während der Revolution in, äh, || in Budapest? GA: Sechsuns-, ||| von sechs-_. In, in die während die Revolution war ich in Ungarn. Aber, äh, wo die Revolution fertig gewesen und alle Grenze war noch nicht gut organisiert, und damals habe ich sehr viele gute Beziehungen gehabt, und ich könnte mit meine Frau und meine Sohn über die Grenze gehen. Und, die meine Schwägerin, die Schwester von meine Frau, mit_, war 17 Jahre alt und in Schweiz gekommen. (-) Damals (-) mit viel Geld könnte machen und weil die Vater könnte das finanzieren. (Sie) hat hier die Universität besucht. (--) Und darum haben wir von Schweiz die
(-) Einreisebewilligung erhalten für Niederlassung. Und wir sind gekommen, also geflüchtet, und von Wien_. In Wien wartet meine Schwägerin (auf) uns und nachher mit Zug normal sofort (-) hierher gekommen, in diese Haus und diese Wohnung. // INT: Sofort? /// Bin ich hier_. Ja, weil meine Schwägerin hat es organisiert, wo sie gewusst hat, dass wir schon in, in Wien, nach zwei oder drei Tag später_. Aber sie war schon sofort dort, aber wir haben noch drei, vier Tage in Wien geblieben. Und nachher die Witwe von meine reiche Onkel war, wo ich erzählt habe, hat damals schon in Wien gelebt und sie hat auch uns unterstützt. Sogar (-) angemessen, nicht wahr.
Und wir könnten diese Wohnung mieten. (-) Und musste man warten ungefähr zwei oder drei Woche, bis die Wohnung bekommen. Und solange war hier in die Seestraße ein kleine Pension und dort haben wir gewohnt. Etwa drei, vier Woche lang. Und nachher (-) in diese_, jetzt ist genau (5) fast (-) vierzig und halbe Jahre wohne ich in diese Wohnung. (-) Und ich hab, (--) innerhalbe (innerhalb von) zwei Woche habe ich ein Stelle gekriegt, bei den Firma Stenderd (nach Gehör) als Ingenieur. Und dort habe ich drei Jahre lang gearbeitet. Und Jahre 1960, 1. Au-, 2. August habe ich ein bessere Stelle, gute Stelle,
äh, in die Firma SIG, Schweizerische Industriegesellschaft, und habe die Stelle bekommen als Fabrik-, Fabrikplaner. Ich habe_. Meine Aufgabe war, die Fabrikerweiterungen_. Wenn hier und dort musste man neue Gebäude machen und so_, das habe ich gemacht. Ich habe geplant. (4) Dort gearbeitet hatte ich zwanzig Jahre, einundzwanzig Jahre la-, lang. Habe nur diese zwei Stelle in, in Schweiz. Und mein Frau ist gestorben in Jahre 1991 und so lange lebe ich allein. INT: Haben Sie von die Revolution in Budapest etwas miterlebt, oder? GA: Ja, nicht viel. (-) Also in drei Tage, vier Tage war fertig praktisch die Revolution. Ich habe nicht erlebt viel, weil diese
Zeiten genau, wo die Revolution ausgebrochen, ich war in Tschechoslowakei, in Prag. Dort war für die kommunistische Staaten eine sogenannte (-) Profilierungsarbeit. Also dort wurde neu profiliert, welche Land, was macht. (Zum) Beispiel Ungarn sollte aufhören, Personalwagen zu machen, nur Lastwagen. Und, äh, ich waren von den Elektro-, elektrische Te-, wir haben nur_. Die klein Motoren haben wir nicht gemacht und elektrische, äh, Installation auch abgebaut. Wir haben nur Großmotoren_, wurde profiliert Großmote-, Großmotoren von zwanzig (-) PS, über zwanzig PS und
Kraftwerkmo-. (--) Das war unsere_. Aber das war ein Sitzung und wir könnten nicht sofort nach Hause gehen. Wo ich nach Hause gegangen_. Es war dort Minister und eben Fok-Leute (nach Gehör) wie ich_. Und das dauert_. Und nachher, wo ich vier Tage oder, weiß nicht mehr, vier oder fünf Tage dort gewesen, dann haben wir gehört, in Ungarn die Revolution ausgebrochen. (--) Und nachher_, nach_, später habe ich gehört, was alles // INT: Hm. /// geschehen. Und nachher die Revolution wurde niedergeschlagen. Rakosy und seine Regierung wurde vernichtet, also weggegangen, zurück nach Russland. Und kommt die Kádár Regierung und (-) wurde ein wenig (-) besser die Leben in Ungarn, das war nicht so sehr
stark, äh, Diktatur. INT: Gut zum Schluss, was wollen Sie noch als ein Schlusswort für die Nachwelt erzählen oder sagen? GA: <Denkt nach> (4) Also, mit jeden Kraft, mit jeden geistige Aufwand Kampf gegen die Rassismus. (4) Das wünsche ich für alle Land und für alle Regierung, das Zielsetzung. <Bild 1> INT: Wer ist das hier, den wir da sehen? GA: Das ist mein Vater, Almasi, Meihirt (nach Gehör) [Anm. d. T.]. Er ist gestorben (-) im Jahre 1927, in 52 Jahres alt.
<Bild 2> INT: Und was sehen wir hier? GA: Hier sehen wir mein Mutter, wer es mit mir (-) in Schweiz gekommen. Diese Aufnahme wurde noch in Budapest gemacht mit meine, mit meine jüngere Bruder. Mein Mutter ist gestorben mit 82 hier in Schweiz. Und meine Bruder lebt seit vierzig Jahre in Ungarn. Mein Bruder war auch in, äh, Arbeitslager in Bor [Anm. d. T.] und dort hat mit große Entschlossenheit geflüchtet. Und von Bor hat über die Berge nach Romanien (Rumänien) (-) gegangen und dort wurde befreit. <Bild 3> INT: Wer ist das? GA: Das ist meine ältere Bruder.
Er ist geboren 1910, und er ist gestorben in russische (-) Arbeitsdienst bei Woronesch [Voronež]. (4) // INT: Wann ungefähr? /// Er war un-, (--) ungefähr (-) so dreißig Jahr, (-) zweiund- Jahre alt. INT: Herr Almasi, ich danke Ihnen für das Interview, war sehr aufschlussreich. GA: Ich danke Ihnen Ihre Mühe, dass Sie das gemacht habe für die (-) allgemeine Menschheit. // INT: Danke. /// Das sollte man (-) tief eingegraben, dass nicht nochmals solche Sache passieren würde.
// INT: Ja. /// Ob das Jude oder, oder Schwarze oder Sch-, Gelbe, das ist egal. Die Rass-, Rassismus muss ausgerottet werden. INT: Danke. <Interview-Ende>
Abläufe bei Transporten
Abzeichen und Armbinden, Lager
Antisemitismus
Antisemitismus+F461 in den Streitkräften
Befolgung religiöser und kultureller Bräuche (jüdisch)
Berichtigung nach der Befreiung
Berufe des Interviewten
Bestrafungen in Lagern
Botschaft für die Zukunft
brutale Behandlung in den Lagern
Deportation aus der UdSSR
Deportation nach Flossenbürg (Deutschland : Konzentrationslager)
Deportationen, Transportmittel
Deutschland 1941 (22. Juni) - 1945 (7. Mai)
Erhängungen
Ernährung in den Lagern
Erschießungen
Familienangehörige im weiteren Sinne
Familienleben
Feiern und Feste von Bar- und Bat Mitzwa
Flossenbürg (Deutschland : Konzentrationslager)
Fotografien (Fotos) 1940
Fotografien (Fotos) 1950er
Fotografien (Fotos) Vorkriegszeit
Freunde
Gemeinschaften (jüdisch)
Hinrichtungen in den Lagern
Kapos
Kapos, homosexuell
Kapos, kriminelle
körperliche Verfassung bei der Befreiung
Kontakt mit nahestehenden Personen, erneuter
Konzentrationslager/Ghettos nach der Befreiung
Krankheiten in den Lagern
Kriegsgefangene, sowjetisch
kulturelle und gesellschaftliche Aktivitäten
Lageraufnahmeverfahren
Lagerbordelle
Lagerhospitäler
Lagerlatrinen
Leichen in den Lagern
Leitmeritz (Tschechoslowakei : Konzentrationslager)
medizinische Versorgung
medizinische Versorgung in den Lagern
Migration aus Ungarn
Migration in die Schweiz
Militärdienst
militärischer Arbeitsdienst
Mitglieder von SS/SD
Morde während der Todesmärsche
Numerus Clausus
Östrreich-Ungarn 1914 (28. Juli) - 1918 (10. November)
Pfeilkreuz
Prügel
psychologische Reaktionen auf das Lagerleben
Rotes Kreuz, tschechoslowakisch
Sátoraljaújhely (Ungarn : Ghetto)
Sátoraljaújhely (Ungarn)
Schabbat
Schicksal nahestehender Personen
Schulen
Schweiz 1945 (8. Mai) - 2000 (1. Januar)
Selektion in den Lagern
sozioökonomischer Status
Streitkräfte, ungarisch
Theresienstadt (Tschechoslowakei : Ghetto)
Todesfälle in Zwangsarbeitskommandos
Todesmärsche
Transport aus Flossenbürg (Deutschland : Konzentrationslager)
Transport aus Leitmeritz (Tschechoslowakei)
Transport nach Leitmeritz (Tschechoslowakei : Konzentrationslager)
Transport nach Theresienstadt (Tschechoslowakei : Ghetto)
Transporte, Transportmittel
Tschechoslowakei 1939 (15 März) - 1945 (9. Mai)
Tschechoslowakei 1945 (1. Januar - 9. Mai)
Tschechoslowakei 1945 (10. Mai) - 1948 (19. Februar)
Typhus
UdSSR 1941 (22. Juni) - 1945 (7. Mai)
UdSSR 1943
Ungarn 1918 (11. November) - 1939 (31. August)
Ungarn 1919 (21. März) - 1931 (23. August)
Ungarn 1938 (5. März) - 1939 (31. August)
Ungarn 1939 (1. September) - 1941 (21. Juni)
Ungarn 1939 (1. September) - 1944 (18. März)
Ungarn 1941 (22. Juni) - 1944 (18. März)
Ungarn 1945 (4. April) - 1948 (11. Juni)
Ungarn 1945 (4. April) - 1956 (4. November)
Ungarn 1956 (5. November) - 1967 (31. Dezember)
Verletzungen und Narben (Fotos)
Verletzungen während der Todesmärsche
Vivo es Atletikai Club
Widerstands- und Selbstverteidigungshandlungen
Wohnverhältnisse in den Lagern
zionistische Organisationen
Zivile Zwangsarbeitsaufseher, tschechoslowakisch
Züge, Fracht-
Züge, Passagier-
Zürich (Schweiz)
Zwangsarbeit
Zwangsarbeit in den Lagern
Zwangsarbeit: Abfuhr und Beiseitigung von Leichen
Zwangsarbeit: Beiseitigung von Bomben und Minen
Zwangsarbeit: militärische Befestigungen
Zwangsarbeitskommandos, ungarisch
Brüder, leiblich Stefan Almasi
Brüder, leiblich Viktor Almasi
Ehefrauen Magda Almasi
Enkelinnen Nadine Almasi
Enkelinnen Bettina Almasi
Interviewer Uri Strauss
Interviewte Georg Almasi
Mütter, leiblich Frida Almasi
Rabbiner Hevesi
Söhne, leiblich Andreas Almasi
Väter, leiblich Emanuel Almasi